Unser Leben ist genau das

was unsere Gedanken daraus machen.

Dieser Grundsatz des römischen Kaisers und Philosophen Marc Aurel ist für mich zu einem der wichtigsten Sätze geworden. Gefunden habe ich ihn auf einem buddhistischen Kalenderblatt.

Das Leben ist schnell und unübersichtlich geworden.
Das Angebot an Möglichkeiten ist unerschöpflich und wächst und wächst…
Eine daran ausgerichtete Suche nach dem optimalen Leben, wird schnell zur Überforderung.

Marc Aurel hilft beim Umdenken:
Besitztümer, Fähigkeiten, Erfolg, Einfluss und Macht führen nicht von selbst zu einem gelingenden Leben. Sie sind zwar nicht zu verachten, wohl aber mit Vorsicht zu genießen, weil sie in uns eine Dynamik erzeugen können, die uns buchstäblich unseres Lebens beraubt.

Unser Leben ist genau das, was unsere Gedanken daraus machen.
Wenn das so ist, dann führt der Weg zum guten Leben in erster Linie nicht über das, was vor mir liegt, sondern durch das, was in mir liegt.
Es lohnt sich also, stärker auf die eigenen Gedanken zu achten:

  • Wer spricht da eigentlich in meinen Gedanken?
  • Was sagen und was wollen sie von mir?
  • Wie einig sind sie sich untereinander?
  • Wie stehen sie zu mir, zu meinen Mitmenschen, zu meiner gesamten Umgebung?

Wenn wir es lernen, unsere eigenen Gedanken zu lesen, können wir besser verstehen, was mit uns los ist. Das ist keine leichte, aber lohnende Aufgabe. Schließlich geht es um unser Leben.

2 thoughts on “Unser Leben ist genau das

  1. Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus. (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Unser Leben ist genau das, was unsere Gedanken daraus machen. – Dem möchte ich widersprechen, denn ich muss nicht zwangsläufig jeden Gedanken (in die Tat) umsetzen und wenn ich dies dennoch anstrebe, dann muss ich davon ausgehen, dass jede Umsetzung auf Unvorhergesehenes, Unbekanntes treffen kann – die Rechnung muss nicht aufgehen.

    Sich keine Gedanken machen – daran arbeite ich zur Zeit, aber auch hier habe ich die Rechnung ohne das Unbekannte zu machen.

    • Liebe Anna Marie,
      ich danke Dir für das Widersprechen! Nur so kommen wir der Wahrheit näher bzw. können mögliche Fehlinterpretationen ausschließen.

      Du verstehst den zitierten Grundsatz offensichtlich in dem Sinne: „Unser Leben ist das, was wir aus unseren Gedanken machen“, wie wir sie im Leben umsetzen.
      Das ist aber nicht gemeint. Was gemeint ist liegt nahe bei dem, was Du von Marie v. Ebner-Eschenbach zitiert hast: Unser Leben ist das, was wir mit unserem Bewusstsein daraus machen, wie wir es verstehen, betrachten, interpretieren…
      Die „Gedanken“ sind hier also nicht als Pläne oder Vorstellungen für zukünftiges Handeln zu verstehen, sondern viel grundlegender als die bewusste Repräsentanz unseres Lebens überhaupt.

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