Man muss

es nehmen, wie es kommt.

Diesen Grundsatz habe ich schon oft gehört.
Wir sagen ihn aus der Einsicht, dass wir an manchen Dingen, die auf uns zukommen, nichts ändern können. Das fällt uns heutigen Machern und Zielstrebern besonders schwer: einfach nur erdulden, worauf wir keinen Einfluss zu haben scheinen. Die Menschen früher waren darin geübter, als wir es heute gemeinhin sind.

„Man muss es nehmen, wie es kommt.“ klingt deshalb zunächst sehr einsichtig. Ein Satz der Weisheit. Er erinnert an ein berühmtes Gebet:

Gib mir die Kraft zu ändern, was ich ändern kann.
Gib mir die Gelassenheit hinzunehmen, was ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

„Man muss es nehmen, wie es kommt.“ ist ein Grundsatz von sehr großer Tragweite. Deshalb möchte ich genau hinhören, wie er gesagt wird.
Er kann Ausdruck von Weisheit sein, aber auch der Ausdruck von Resignation.

Die Weisheit überwindet aber Resignation, Verzweiflung und Selbstaufgabe.

Die Weisheit fragt:
Man muss es nehmen, wie es kommt?
Dann wollen wir einmal sehen, wie wir es nehmen können!

2 thoughts on “Man muss

  1. Man muss es nehmen, wie es kommt?

    … mit Mut, einem Augenzwinkern oder etwas Fantasie lässt ’s sich hin und an so formen, dass Mensch Freude daran hat es wacker oder fröhlich anzugehen.

    Woll ‚mer doch mal gucken, wo der Frosch die Locken hat ;o)

    VorderHaldeGrüße,
    Ramona

  2. Danke für die ermutigenden Worte, Ramona!
    In vielen Fällen ist es möglich, „mit Mut, einem Augenzwinkern oder etwas Fantasie“ über den Schatten zu springen, der manchmal mitten in einen bisher unbeschwerten Tag fällt.

    Rex Gildo sang dazu vor vielen Jahren einmal:

    Mit ’nem Teelöffel Zucker
    nimmst du jede Medizin,
    ja, jede Medizin, jede Medizin.
    Mit ’nem Teelöffel Zucker
    nimmst du jede Medizin
    angenehm und sehr bequem

    Er selbst jedoch schien diesem Rat am Ende nicht folgen zu können. Oder hat die Medizin ihren Dienst versagt?

    Was ich damit sagen will, ist nicht mehr als die simple Erfahrungswahrheit: Wir können vieles schultern und daran sogar wachsen. Wer ein glückliches und kräftiges Naturell besitzt, ist dabei klar im Vorteil.

    Was aber ist mit den anderen, die damit nicht gesegnet sind?
    Und was ist, wenn „es“ härter kommt?

    Bleib cool! Take it easy! Turn shit to gold! Das sind wunderbare Ratschläge, die ihre Wunderkraft in manchen Situationen leider verlieren. Ab einem bestimmten Härtegrad klingen sie nur noch wie Hohn.

    Es scheint, dass wir alle früher oder später an unsere Grenzen stoßen. Wenn nichts mehr geht, wenn der Punkt erreicht ist, wenn das Maß voll ist, dann sind wir am Ende mit unserer Fähigkeit, leicht und locker damit umzugehen, weil es uns erschlägt. Angst und Panik übernehmen das Kommando, und dann geschieht es nicht selten, dass wir alles noch viel schlimmer machen. Beispiele dafür möchte bitte jede/r im eigenen Leben suchen.

    Meine Frage ist:
    Wo sind wir, wenn wir am Ende sind?
    Stehen wir dann mit dem Rücken an der Wand?

    Meine Antwort ist:
    Wir stehen dann vor einer Tür.
    Ob wir sie sehen können?
    Ob wir die Kraft und den Mut haben, sie zu öffnen?
    Das sind die nächsten Fragen.

    Meine Hoffnung ist:
    Hinter der Tür wartet etwas Großes auf uns.
    Es geht um ein upgrade des Lebens.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s