Paris – 10. Nicht alle

Paris hat den Zankapfel beseitigt und dafür die Bewunderung von Hera, Athene und Aphrodite geerntet. Nun steht er erstmals ohne ihn vor den Frauen. Sie sind inzwischen dicht an ihn heran gerückt.

Ja, also, das war’s dann wohl!
Schön, dass ihr jetzt zufrieden seid.
Da könnt ihr ja nun in eure Götterwelt zurückkehren.

Und du? Bist du denn schon zufrieden? Wie immer ist Hera die erste.
Hast du nicht etwas vergessen? Athene schaut ihn mit großen Augen an.
Und Aphrodite fügt lächelnd hinzu: Wir haben dir doch etwas versprochen! Was ist mit deinen Wünschen??

Meine Wünsche? Erstaunen schwingt in seiner Stimme, als wolle er sagen: Seit wann geht es hier um meine Wünsche?
Es geht immer um deine Wünsche!, sagt Hera.
Weißt du das nicht?, fragt Athene.
Oder traust du dich damit nicht heraus?, lächelt Aphrodite.
Ich? Meine Wünsche? Also, ich wünsche mir, dass ihr alle glücklich und zufrieden sein. Jawohl!
Und in das folgende Schweigen hinein fügt er noch hinzu: So bin ich eben.

Die drei Frauen sehen sich an und brechen dann in ein homerisches Gelächter aus.

Da ein solches ein nicht enden wollendes Gelächter ist, hören wir noch ein Weilchen zu und gehen dann leise mit Paris vom Platz.

Was ist nun bei der ganzen Geschichte herauskommen? Seien wir weise und kommen zu dem Schluss: Nicht alle Frauen sind so.

Das denkt auch Paris, als er später daran zurück denkt: Nicht alle Frauen sind so schön.

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