Haipic 35a

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Ich komme, ich weiß nicht woher,
Ich bin, ich weiß nicht wer,
Ich sterb, ich weiß nicht wann,
Ich geh, ich weiß nicht wohin,
Mich wundert’s, dass ich fröhlich bin.
Karl Jaspers zitiert dieses mittelalterliche Gedicht 1962 in seinem Buch „Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung“ (S.29). Damit sind letzte Fragen gestellt, die wir heute gern ausblenden.
Bereits 1921 schrieb Ludwig Wittgenstein in seinem „Tractatus logico-philosophicus“  Worüber man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.
Dieses Schweigen ist nicht mit Ignorieren oder Verdrängen zu verwechseln. Es kann auch zu einem betrachtenden Staunen führen, dass ja seit Aristoteles als Anfang der Weisheit und Philosophie gilt.
Mit den einfachen Mitteln der Emoji kann sichtbar gemacht werden, was sprachlich nicht ausgeschöpft, wohl aber staunend betrachtet werden kann.

Und dabei stellt sich auch die Frage Wo bin ich eigentlich jetzt? 

(Haipic 35 wurde am 02.06.2012 in einer ersten Version auf http://www.haiku.de veröffentlicht und am 13.06.2012 modifiziert.)

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