Wochensprüche

In kaum zu überschätzender Weise wird unser Leben von den Worten beeinflusst und geprägt, die wir tagtäglich hören und auf diese Weise zu uns nehmen. Sie sind die mentale Speise, die uns kräftigt oder langsam vergiftet, die einen entscheidenden Anteil an unserer Lebensenergie oder unserer Übersäuerung hat.

Welche Art von Worten nehmen wir vorrangig zu uns?

Wenn wir uns bei der Antwort auf diese Frage ganz dem reichhaltigen medialen Angebot überlassen, sehe ich einen ernsthaften Grund zu Sorge. „Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht“, lautet ein Grundsatz der kommerziellen Versprachlichung. Es muss neu und möglichst sensationell sein, damit es eine breite Quote an Aufmerksamkeit im Bewusstsein der Massen erreicht. Besonders wirksam sind dabei solche Wortbeiträge, die auch körperlich ankommen und den Blutdruck in die Höhe treiben. Das ist einfach aufregend.

Die Wochensprüche sind von anderer Art, doch auf ihre Weise auch sensationell. Sie bieten keine Aufreger aus unserer aktuellen Lebenswelt. Vielmehr konfrontieren sie uns und unsere Gewohnheiten, die Welt zu verstehen, mit einer ganz anderen Ansage von Wirklichkeit.
Wochensprüche sind biblische Leitworte, die in der evangelischen Kirche seit Mitte des 20. Jahrhunderts als eine Begleitung durch das Jahr angeboten werden. Sie bringen zum Wochenbeginn das Thema des jeweiligen Sonntags zur Sprache.

In Wortverbindung werden sie als Zeitworte durch das Jahr vorgestellt. Dabei geht es hier nicht in erster Linie um eine Erklärung des biblischen und historischen Zusammenhangs. Dafür gibt es genügend Literatur. Hier sollen die Wochensprüche als Anregung zum Quer-, Um- und Weiterdenken im Wortgestrüpp unserer Tage vorgestellt werden. Einseitigkeiten und Widersprüchliches werden dabei nicht ausgeschlossen, sondern als Einladung zum Gespräch und zur Auseinandersetzung verstanden.
Hier geht’s lang!.

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